Frisches & sauberes Trinkwasser – kein Selbstläufer

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Wasser, das klar, frisch und sauber – und in schier unermesslichem Ausmaß - aus dem Hahn fließt, ist für uns Österreicher selbstverständlich. Ist es aber nicht. Viele Maßnahmen und Faktoren sind für die erfreuliche Wasserqualität verantwortlich.

Ohne Wasser gibt es auf unserem Planeten kein Leben. In Ländern Mitteleuropas ist es reichlich vorhanden – und das auch noch in bester Trinkwasserqualität. Im Gegensatz dazu haben fast 30 Prozent der Weltbevölkerung laut der Weltgesundheitsorganisation WHO keinen ausreichenden Zugang zu trinkbarem Wasser. In Österreich versorgen etwa 5.500 Wasserunternehmen 93 Prozent der Bevölkerung zentral mit Wasser (der Rest hat Einzelversorgung). Ein Haushalt verbraucht pro Kopf und Tag durchschnittlich 130 Liter Wasser, zeigen die Zahlen von Österreichs Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW). Nicht mitgemessen ist dabei der – nicht unerhebliche - Verbrauch im Außenbereich oder für einen Pool. Der größte Anteil geht für Hygiene (WC 25 Prozent, Dusche 19 Prozent, Waschmaschine 10 Prozent, Badewanne 3 Prozent) auf.

Wasserreich Österreich

In vielen europäischen Ländern wird hauptsächlich Oberflächenwasser für die Trinkwasserversorgung aufbereitet. In Österreich kann der Trinkwasserbedarf zu 100 Prozent aus Grund- und Quellwasser, das im Untergrund besser geschützt ist als Oberflächengewässer, gedeckt werden. Grund dafür sind die – abgesehen von regionalen und saisonalen Schwankungen – häufigen Niederschläge. Der Großteil des Wassers sickert in durchlässige Hohlräume in Felsen und in Gesteinsablagerungen der Flusstäler, wodurch unterirdisch ganze Ozeane entstehen.

Die Qualität des Leitungswassers, das farb- und geruchlos sowie kühl sein soll, ist aber nicht vorauszusetzen und erforderte einst wahre Pionierleistungen. Im 19. Jahrhundert etwa machten sich z. B. Mediziner in Wien dafür stark, dass die Stadt eine angemessene Infrastruktur bekommt. Meisterleistung war die Wiener Hochquellwasserleitung, die zwischen 1873 und 1910 erbaut noch heute einen Großteil der Stadt versorgt. Dass Abwässer wieder gereinigt „zurück in die Natur“ fließen, dafür sorgen laut der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit  (AGES) mittlerweile landesweit fast 1.900 Kläranlagen.

Gut bis sehr gut

Die Grundwasserqualität in Österreich ist aufgrund des Wasserreichtums durchwegs gut. Seit Anfang der 1990er-Jahre wird es durch ein umfangreiches Überwachungsprogramm kontrolliert. An ca. 2.000 Messstellen werden das ganze Jahr über Proben genommen, die die Qualität bezeugen. Zu Problemen kann es jedoch in niederschlagsarmen Regionen kommen – hier gibt es eine höhere Messtätigkeit. Auch der Klimawandel hat Folgen. Trockenperioden senken den Wasserspiegel, massive Niederschläge wiederum fluten Kläranlagen, belastetes Wasser versickert ungeklärt im Boden. Beides kann die Qualität und das Volumen des Trinkwassers mindern.

Trinkwasser kann aber auch bei nicht sachgemäßem Umgang in Gebäuden verderben und zum Gesundheitsrisiko werden. Das wissen laut einer Studie des Forums Wasserhygiene immerhin 55 Prozent der Österreicher. Im Wasser können sich nämlich unter bestimmten Bedingungen Bakterien rasch vermehren. Experten raten daher zu einer regelmäßigen Wartung der Anlagen bzw. zum Freispülen der Leitungen nach längerer Abwesenheit.

Das Image des heimischen Trinkwassers ist aber grundsätzlich gut. Drei Viertel der Österreicher haben der Studie zufolge hohes Vertrauen in die Qualität ihres Leitungswassers. Frisch aus dem Wasserhahn, oder z. B. mit einem Wassersprudler von SodaStream aufbereitet kann es mit bestem Gewissen literweise genossen werden. Wer sich glücklich schätzen darf, Wasser frisch und unbelastet aus der Leitung geliefert zu bekommen, sollte aber auch mit Bedacht damit umgehen und es weder verschwenden noch verschmutzen.

 

Quellen:

Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach ÖVGW

Forum Wasserhygiene

Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES

WHO

 

 

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